Wir befürchten sehr, dass es nun zu einem Richtungsstreit innerhalb unserer Partei kommen wird

Aktuell überschlagen sich die Ereignisse innerhalb der CDU. Wir befürchten sehr, dass es nun zu einem Richtungsstreit innerhalb unserer Partei kommen wird. Der geschäftsführende CDA-Bundesvorstand ist sich einig: Die Stärke der CDU Deutschlands liegt in ihrer Einigkeit. Im respektvollen Umgang miteinander und dem Willen gemeinsame Positionen zu finden, und sich hinter demokratisch getroffenen Entscheidungen zu versammeln.

Für uns ist klar: Die Werte Union, vertreten durch ihre Vorsitzenden, haben in den letzten Jahren wiederholt die Positionen der CDU Deutschlands offen abgelehnt und sich den Entscheidungen der höchsten Parteigremien widersetzt. Besonders gravierend ist die Forderung der Spitze der Werte Union nach der Aufhebung des Kooperationsverbotes mit der AfD. Diese Forderung ist unserer Sicht mit den Werten der CDU unvereinbar.

Die AfD ist eine offen rechtsradikale und fremdenfeindliche Partei, deren Vorsitzenden immer wieder und systematisch menschenverachtende Formulierungen wählen und Forderungen aufstellen. Sie spricht die Menschenrechte nur ausgewählten Menschen zu. Das ist unvereinbar mit dem christlichen Menschenbild. Und das christliche Menschenbild ist die Wurzel aller Werte der CDU.

Die Werte Union tritt mit der Forderung nach einer Zusammenarbeit mit der AfD die Werte der CDU mit Füßen. Sie entlarvt sich dabei als großer Etikettenschwindel. Sie ist nicht Teil der Union.

Wir fordern deshalb den CDU-Bundesvorstand auf, die Unvereinbarkeit zwischen einer gleichzeitigen Mitgliedschaft in der Werte Union und der CDU durch einen Beschluss deutlich zu machen und zu prüfen, wie dies auch in der Satzung der CDU verankert werden kann. Die Mitglieder der Werte Union sollen sich entscheiden: Wer eine Zusammenarbeit mit der AfD sucht, soll aus der CDU austreten. Wer sich zum christlichen Menschenbild bekennt, soll die Werte Union verlassen und in den Schoß der CDU zurückkehren.

Wir wissen, viele CDAlerinnen und CDAler fühlen sich konservativen Werten verbunden. Konservative Werte haben einen festen und unverrückbaren Platz in der CDA. Eine Forderung nach der Aufhebung des Kooperationsverbotes mit der AfD hat es nicht. Wir wünschen uns eine lebhafte und kritische Debattenkultur in der CDA. Dazu braucht es die Werte Union nicht, dazu ist sie eher hinderlich. Wer von Herzen CDAler ist, sollte aus der Werte Union austreten.

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